Domainnamen prüfen, ohne den Chat zu verlassen
domain-mcp ist ein kleiner MCP-Server, der für dein KI-Werkzeug nachschaut, ob eine Domain noch frei ist. Wie er RDAP und WHOIS kombiniert, wie du ihn in Cursor oder Claude einbindest und wo seine Grenzen liegen.

Wenn ich mit einem KI-Assistenten Namen für ein Projekt sammle, will ich bei jedem Vorschlag wissen, ob die Domain noch frei ist. Ohne passendes Werkzeug tippe ich jeden Namen einzeln bei einem Registrar ein. domain-mcp beantwortet die Frage direkt in Cursor, Claude oder einem anderen Client, der MCP spricht.
MCP steht für Model Context Protocol, einen offenen Standard, über den KI-Werkzeuge externe Funktionen aufrufen. Der Assistent entscheidet selbst, wann er eine Domain prüft, und bekommt das Ergebnis als strukturierte Antwort zurück.
Was der Server kann
domain-mcp stellt fünf Werkzeuge bereit:
check_domainprüft eine einzelne Domain und liefert Status, Registrar, Ablaufdatum und Nameserver.check_domainsprüft bis zu 50 Domains pro Aufruf parallel.domain_infoist eine Abfrage, die sich auf die Registrierungsdaten konzentriert.list_supported_tldszeigt, für welche Endungen ein RDAP-Endpunkt bekannt ist.clear_domain_cacheleert den Zwischenspeicher, falls du ein frisches Ergebnis brauchst.
Internationale Domainnamen mit Umlauten wandelt der Server vor der Abfrage in Punycode um. Ergebnisse hält er eine Weile im Arbeitsspeicher, damit wiederholte Fragen nicht jedes Mal bei der Registry landen.
RDAP zuerst, WHOIS als Rückfall
Für die eigentliche Abfrage nutzt domain-mcp zuerst RDAP, das Registration Data Access Protocol. Registries liefern darüber strukturiertes JSON, das sich zuverlässig auswerten lässt. Welche Registry für welche Endung zuständig ist, kommt aus dem RDAP-Verzeichnis der IANA, ergänzt um einzelne Einträge wie .de. Damit sind rund 1.200 Endungen abgedeckt, ohne dass ich eine Liste von Hand pflegen muss.
Findet RDAP keinen Eintrag, gilt die Domain als verfügbar. Findet es einen, ist sie registriert, und die Metadaten kommen mit. Gibt es für eine Endung keinen RDAP-Endpunkt oder schlägt die Abfrage fehl, fragt der Server per WHOIS nach: erst bei der IANA, dann einen Schritt weiter bei der zuständigen Registry.
Die Antwort trägt immer einen von sechs Status: available, registered, unknown, unsupported, invalid oder error. So kann ein Assistent unknown oder error von "frei" unterscheiden und muss eine ungeklärte Domain nicht als verfügbar melden.
So bindest du ihn ein
Die gehostete Instanz läuft unter https://domain.mcp.danielgtmn.com/mcp. Installieren musst du nichts, du trägst nur die Adresse in deinen Client ein. In Cursor sieht das in ~/.cursor/mcp.json so aus:
{
"mcpServers": {
"domain-mcp": {
"url": "https://domain.mcp.danielgtmn.com/mcp"
}
}
}
In Claude Code reicht ein Befehl:
claude mcp add --transport http domain-mcp https://domain.mcp.danielgtmn.com/mcp
Claude Desktop arbeitet vor allem mit lokalen Prozessen. Dort verbindest du den Server über mcp-remote, das per npx geladen wird und Node.js 18 oder neuer braucht. Für VS Code, Windsurf, Zed und weitere Clients stehen die passenden Konfigurationen im README auf GitHub. Nach dem Eintragen lohnt ein kompletter Neustart des Clients, weil manche Programme MCP-Server nur beim Start laden.
Wenn du ihn lieber selbst betreibst: Der Code steht unter MIT-Lizenz, und es gibt ein Docker-Image auf GHCR. Mit docker run --rm -p 8000:8000 ghcr.io/danielgtmn/domain-mcp:latest läuft der Server lokal unter http://localhost:8000/mcp. Über die Umgebungsvariable DOMAIN_MCP_API_KEY kannst du deine Instanz zusätzlich mit einem Schlüssel absichern.
Wo die Grenzen liegen
"Verfügbar" heißt bei domain-mcp: Es wurde kein Registrierungseintrag gefunden. Das ist keine Kaufgarantie. Premium-Domains, reservierte Namen oder Namen, die eine Registry aus Richtlinien sperrt, können trotzdem nicht registrierbar sein. Bevor du kaufst, prüfst du die Domain also noch einmal beim Registrar.
Außerhalb von RDAP ist die Auswertung ein bestmöglicher Versuch, weil WHOIS-Antworten je nach Registry anders formatiert sind. Manche Länderendungen geben öffentlich kaum Daten heraus. Und Registries begrenzen die Zahl der Anfragen, deshalb solltest du Sammelprüfungen in einem vernünftigen Rahmen halten.
Für das Brainstorming mit einem Assistenten reicht das gut: Er kann zwanzig Vorschläge machen, die vergebenen gleich aussortieren und dir nur die übrigen zeigen. Die Details stehen auf der Projektseite und in der Dokumentation im GitHub-Wiki. Wie ich meinen Agents ein Gedächtnis gebe, steht in Warum ich das Gedächtnis meiner Agents in Hindsight ablege.